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Lernen in einer dynamischen und offenen Gesellschaft:

Neue Rollen und Aufgaben für Schulleitung und Schulaufsicht

OECD/CERI-Regionalseminar für deutschsprachige Länder (Oktober 1997, Innsbruck-Igls)

Edwin Radnitzky

Im Jahr 1995 begann ein neuer Zyklus der Reihe ?OECD/CERI-Regionalseminare“, die seit 1977 in zweijährigen Abständen ExpertInnen aus verschiedenen Bereichen des Bildungswesens in Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammenführen.

Aufgabe des Auftaktseminars 1995 in Dresden (?Lernen in einer dynamischen und offenen Gesellschaft - die Rolle der Schule“) war es, die Thematik des Zyklus 95/97/99 einführend zu bearbeiten. Dabei ging es um die Darstellung gesellschaftlicher Veränderungen und ihrer Auswirkungen auf das Schulsystem. Im Mittelpunkt des Interesses standen erste Reaktionen des Schulsystems, wobei der Schwerpunkt auf die einzelne Schule als Handlungseinheit gelegt wurde.

Beim Seminar 1997 in Innsbruck setzten sich die TeilnehmerInnen mit den veränderten Aufgaben und Rollen von Schulleitung und Schulaufsicht vor dem Hintergrund des Wandels in Gesellschaft und Schulsystem auseinander.

Eine Hinführung zum Thema erfolgte in Form von drei Hauptreferaten. Der thematische Bogen begann mit einer Auseinandersetzung mit dem Bildungsauftrag (?Was sollen wir für morgen lernen?“ - R. Brockmeyer, Deutschland), berührte in weiterer Folge ?Strategien der Systemsteuerung“ in verschiedenen europäischen Ländern (W. Hutmacher, Schweiz), um schließlich die persönliche Ebene zu erreichen (?Neue Rollen und Aufgaben für HandlungsträgerInnen“ – M. Schratz, Österreich).

In zahlreichen Gesprächskreisen beschäftigten sich die TeilnehmerInnen folgenden Fragenkomplexen:
Die Herausforderungen einer dynamischen und offenen Gesellschaft werden zu einschneidenden Veränderungen im Bildungssystem führen:

Die Veränderungen in Gesellschaft und Bildungssystem führen zu einer Neuverteilung der Rollen und Aufgaben für HandlungsträgerInnen bzw. auch zur Entstehung neuer Rollen und Aufgaben:

Veränderte Rollen und Aufgaben von HandlungsträgerInnen erfordern veränderte bzw. neue Qualifikationen:

In Projektpräsentationen stellten VertreterInnen der drei Länder aktuelle Entwicklungen auf dem Gebiet des Seminarthemas vor. Treffen mit VertreterInnen von Schulleitung, Schulaufsicht und Schulverwaltung aus dem regionalen Umfeld sowie von den TeilnehmerInnen selbst gestaltete Programmelemente rundeten die Seminarwoche ab. Thematische Inputs, Diskussionsbeiträge und Verlauf des Seminars wurden in einem Generalbericht zusammengefaßt.

Im Frühjahr/Sommer 1998 wird - wie bei den OECD/CERI-Regionalseminaren üblich - eine Publikation zur Veranstaltung erscheinen, welche voraussichtlich auch die für das Seminar erstellte Literaturanalyse (F. Rauch) sowie die jeweiligen Berichte zur Situation in den drei Ländern in bezug auf das Thema enthalten wird (Bericht für Österreich: M. Schratz).

Infos: Edwin Radnitzky, BMUK Abt. I/3; Strozzigasse 2, 1080 Wien, Tel.: 53120-4705, Fax-4780.  -

 

Artikel erschien im infoletter 1/97